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Vor kurzem wurde eine Studie in Norwegen veröffentlicht, die durch Umfragen dargelegt hat, dass Jugendliche weniger illegal Musik aus dem Netz laden, wenn ein entsprechender Stream verfügbar ist.
Durchgeführt hat diese Studie Norstat Institut aus Oslo, Norwegen im Auftrag von Aspiro. Aspiro bietet auch einen mobilen Musikstream an wie es bereits schon einige andere Anbieter tun. Neben den bisherigen zwei großen deutschen, Steereo und Simfy, gibt es noch internationale wie z. B. den größten und bekanntesten Spotify.
Alle bauen bisher auf dem gleichen System auf. Millionen Lieder sind sofort und meistens kostenlos verfügbar. Premiumservice kostet aber extra. Dieser Service reicht hin von Desktopanwendungen, über mobile Anwendung bis hin zum offline hören.
Die repräsentative Umfrage in Norwegen sagt erst mal grundsätzlich aus, dass ein Nutzer, der einen sofortigen Zugang zu Millionen von Songs hat, auch dementsprechend mehr und vielfältiger hört. 72 % der Befragten sagten aus, dass sie viel mehr Neue Bands finden, von denen sie vorher noch nie gehört hätten. Das währe auch eine Chance für viele Indie-Bands und Labels neue Zuhörer zu finden und zu halten, das es viel einfacher ist ganze Alben probe zu hören.
Leider gibt es noch eine Lücke zwischen den Geschlechtern bezüglich der Nutzung und das Wissen über Musikstreams.
Während 43 % der Männer schon einmal gestreamt hätten, haben dies im Gegenzug nur 19 % der Frauen. So haben auch 28 % der Frauen noch nie von Streams gehört (Männer 14 %).
Dies zeigt die meistens deutliche Affinität von Männer zu neuem (Technik-)Spielzeug.
Die Zahl die aber hier deutlich überrascht ist die große Zahl derer, die zukünftig auf illegale Musik aus dem Netz verzichten werden. Auch andere Studien haben dies schon bestätigt und dies ist auch nur logisch. Wieso sollte man ein ganzes Album laden, wenn es auf Knopfdruck kostenlos verfügbar ist. Ganze 54 % derer die Musikstreams nutzen, haben aufgehört illegal Musik zu laden.
Bleibt nur die Frage ob dieses System auch für die Musikindustrie zukünftig auch lohnenswert ist, wenn die Zahl der Nutzer so rasant steigt wie es zurzeit der Fall ist.



